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John C. Maxwell - Wie Sie Connecten

John C. Maxwell – Wie Sie Connecten

In der Vorbereitung auf diesen Artikel suchte ich nach einem Wort, das an das englische „connect“ im zwischenmenschlichen Bereich heranreicht; dass die selbe Idee und Vorstellung dieser Sache verkörpert: eine Verbindung zwischen zwei Menschen schaffen. Man kann es gut umschreiben, aber schlussendlich kam ich zu der Einsicht, dass „connect“ all das ausdrückt, was ich sagen möchte. Vergeben Sie mir deshalb diesen Anglizismus und zögern Sie nicht mich wissen zu lassen, wenn Sie ein tolles deutsches Wort dafür finden.

Viele reden, wenige connecten. Finden Sie nicht auch, dass das wahr ist?
Vielleicht hatten Sie auch schon einmal das Verlangen, einfach die Hand zu heben und der Person zu sagen, dass es Okay ist, wenn sie jetzt aufhörte zu reden? Sie haben bei Bugs-Bunny sicher auch schon gesehen, wie ungeliebte Künstler mit einem gebogenen Stock von der Bühne gezogen werden. Vielleicht sollte man das auch im echten Leben einführen.

Was ist „connecten“?

Es beschreibt die Fähigkeit, sich mit Menschen zu identifizieren und ihnen auf eine Art zu begegnen, die den Einfluss verstärkt, die Sie auf sie haben.

Wir werden uns hier drei sehr einfache Prinzipien anschauen, die uns helfen werden, Menschen leichter zu begegnen und mit ihnen in Verbindung zu treten.

1. Es geht immer um den anderen Menschen
Das ist das Grundprinzip, von dem „Connecten“ lebt. Und gleichzeitig ist es in unserer heutigen Zeit so fern. Individualismus ist gut und wichtig. Wie alles, das übertrieben wird, beginnt er in der Übertreibung zu schaden und dieses Grundprinzip zu verletzen. Es geht nicht um Sie. Es geht um den Anderen.

Früher dachte ich, Connecten bedeutet, die Menschen von meiner Vision, meiner Sache oder mir zu überzeugen. Ich versuchte sie zu motivieren und zu begeistern. Dann traf ich einen Menschen, der mir Folgendes mit auf den Weg gab.

„Wenn du zu aller erst Menschen hilfst zu erreichen, was sie möchten, werden sie dir helfen das zu erreichen, was du möchtest“.

Das veränderte mein Leben. Bisher versuchte ich Menschen in meine Richtung zu ziehen und sie mit mir zu Connecten. Jetzt wusste ich, dass ich dorthin gehen musste, wo die Menschen waren; in die Bereiche, die sie beschäftigten.
Als Leiter war das ein ganz neuer Ansatz für mich. Ich verstand, dass ich an der Spitze stand und versuchte, die Leute zu mir hochzuholen; sie in mein Team zu holen. Doch ich, sowie die meisten Leiter, stand dort oft alleine. Wer alleine an der Spitze ist, ist kein Leiter, sondern ein Bergsteiger.
Deshalb begann ich damit, zu meinen Leuten hinunterzugehen um ihnen von dort zu helfen, an die Spitze zu kommen.

Sehen Sie, die Welt eines Kindes von fünf Jahren dreht sich oft um sich selbst. Es geht um das Spielzeug, das es will, um das Essen, um die Freizeit. Es kommt ihm nicht in den Sinn zu fragen, was Sie gerne essen würden oder was Sie jetzt gerne tun würden.
Das ist okay, wenn Sie 5 sind. Es ist traurig, wenn Sie 35 sind.

Es geht immer um den anderen Menschen. Ein Leiter muss sich einer Sache bewusst sein, wenn er sein Team langfristig und erfolgreich führen will.
Als Leiter geben Sie das Recht auf, zuerst an sich zu denken.

Gute Leiterschaft ist immer auch Dienst. Egozentrierte Leiterschaft funktioniert auch, manchmal sogar sehr gut, aber weder werden Sie sich damit beliebt machen, noch das Beste aus Ihrem Team holen, noch ruhig schlafen können weil Sie wissen, dass dieser Führungsstil Mitarbeiter hervorbringt, die versuchen werden Sie bei der nächstbesten Gelegenheit vom Thron zu stoßen.
Gute Leiterschaft erfordert die Demut, wichtige Aufgaben abzugeben um seine Leute wachsen zu lassen. Sie erfordert auch die Stärke, die Erfolgserlebnisse abzugeben, die mit dem Abschluss dieser Aufgaben einhergehen. Es bedeutet die Stärke, den Jubel, den man selbst gerne hätte, an andere abzugeben. Als Leiter sollten Sie diese Stärke haben. Lassen Sie mich Ihnen eins sagen: Es gibt nichts Schlimmeres für eine Firma als einen unsicheren Leiter, der denkt, dass andere ihn verehren müssen.

 

2. Connecten benötigt Energie

Oft können wir nicht so mit anderen Menschen connecten, wie wir wollen oder sollten, weil es einfach eine Menge Energie kostet.
Für viele von uns gilt Folgendes: Der größte Unterschied zwischen der Zeit, in der Sie Ihre Frau zu Dates ausführten und einer durchschnittlichen Ehe ist die Menge an Energie, die Sie investierten. Jeden Tag standen Sie auf und fragten sich, wie Sie diese andere Person glücklich machen könnten und was Sie für sie tun könnten. Es ging nur um sie. Nach einigen Monaten der Ehe ist die Frage oft: Was kann mein Partner für mich tun?

Beziehung auf jeder Ebene lebt von der Energie, die Sie hineinstecken. So funktioniert die Welt und wir alle wissen das. Ein Muskel wächst nur, wenn er trainiert wird und eine Pflanze nur, wenn sie gegossen wird. Investieren Sie wieder Zeit in Ihr Team und Ihre Mitmenschen. In Ihre Muskeln und Pflanzen natürlich auch. Ich überlasse es Ihnen herauszufinden, wie Sie das tun wollen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und oft reicht es aus, sich mit einem guten Freund zum Abendessen zu treffen.

 

3. Menschen, die connecten, finden eine gemeinsame Ebene

Menschen, die connecten, interessieren sich für Ihre Mitmenschen und sind dort, wo ihre Mitmenschen sind. Sie finden eine gemeinsame Ebene mit ihnen.

Finden Sie zuerst eine gemeinsame Ebene mit Ihren Mitmenschen. Und helfen Sie ihnen danach, eine Höhere zu erreichen.

Was meine ich damit?
Lernen Sie Ihre Leute gut kennen. Sie werden bald herausfinden, was Ihnen Spaß machen, worauf sie stolz sind und was sie quält. Indem Sie das Leben der Menschen in diesen Bereichen bereichern, heben Sie sie auf eine neue Ebene empor. Wenn Sie gut connecten wollen, sollte Ihr Gegenüber spüren, dass Sie ehrliche Wertschätzung, Achtung und Respekt vor ihnen haben.

In diesem letzten Satz ist ein Schlüsselwort versteckt. Die gemeinsame Ebene in dieser Welt ist „Respekt“. Wenn die Menschen Sie respektieren, werden Sie nie wieder Probleme haben, zu connecten.

 

John Calvin Maxwell (* 1947 in Garden City, Michigan) ist ein amerikanischer Autor, Redner und Pastor. Als Redner und Autor beschäftigt er sich vorwiegend mit dem Thema Führung. Seine 70 Bücher wurden 16 Millionen Mal verkauft.[1] Einige von diesen erschienen auf der New York Times Best Seller Liste.[2][3] Maxwell ist Gründer von Injoy Stewardship Services und EQUIP, einer internationalen Non-Profit Organisation, die sich mit der Entwicklung von Führungsqualitäten im alltäglichen Leben beschäftigt

Schauen Sie sich auch zwei seiner beliebtesten Bücher an:

Entwickeln Sie Ihre Führungsqualität

Die 21 wichtigsten Führungsprinzipien

Quelle: Wikipedia // Unsplash

One Response

  1. […] Schicken Sie Ihren neuen Vertriebskapitän aus, neue Menschen kennen zu lernen. Branchenspezifische Messen und lokale Businessveranstaltungen sind eine lohnende erste Anlaufstelle. Fangen Sie an, Ihr lokales Netzwerk zu etablieren. Das wird Ihnen nicht immer sofort Aufträge bringen, aber es ist eine gute Möglichkeit mit anderen Unternehmern ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Jede Veranstaltung, die ich bisher besucht habe, war ein Gewinn für mich. Dieser Gewinn lässt sich nicht immer in Zahlen messen, aber in dieser frühen Unternehmensphase sind neuer Mut, neue Ideen und Empfehlungen bares Geld wert. Ich selbst mache mir vor jedem Event, das ich besuche, bewusst, dass es darum geht, andere Menschen weiter zu bringen. Beim Connecten (oder Netzwerken) geht es nicht um mich. Ich will nichts verkaufen. Es gibt nichts Schlimmeres als Vertriebler, die an netten Abenden auf Abschlüsse aus sind und bei der erstbesten Gelegenheit ihren Pitch präsentieren. Ich kenne niemanden, der das sympathisch findet, also lassen Sie es am besten sein. Vielleicht schnuppern Sie bei der Gelegenheit auch in meinen Artikel “Wie Sie Connecten“. […]